Sonderregelungen für die Prüfungsphase im Wintersemester 2021/22

Zusammenfassung

  • Freiversuche: Jede nicht bestandene angemeldete Prüfung wird sofort annulliert. Ihr verliert keinen Prüfungsversuch.
  • Ergänzungsordnungen: Wie digitale Prüfungen durchzuführen sind, wie die Verlängerung der Abgabefristen von Haus- und Abschlussarbeiten und alle weiteren besonderen Bedingungen geregelt sind, könnt Ihr in den jeweiligen Ergänzungsordnungen für Eure Studiengänge nachlesen.
  • Regelstudienzeit: Für im Wintersemester 2021/22 immatrikulierte und nicht beurlaubte Studierende wird auch in diesem Semester die Regelstudienzeitverlängerung gelten! Alles rund um diese Regelung und das dahinterstehende Gesetz könnt ihr auf der entsprechenden Seite der Landesstudierendenvertretung KSS nachlesen.

 

Im Folgenden erläutern wir Euch die nun getroffenen Sonderregelungen und deren Beschlüsse etwas näher. Für verbindliche Aussagen in Euren individuellen Fällen wendet Euch bestenfalls direkt an Eure zuständigen Mitarbeiter*innen im Zentralen Prüfungsamt.

 

Kontakt

Studentische Senator*innen
Sabine Giese, Lorenz Ziche, Toni Nabrotzky und Tjark Delfs

E-Mail: senat (at) stura.htwk-leipzig.de

 

 

Freiversuchsregelung

Nach Beschluss des Senates vom 21.07.2021 wurde hochschulweit eine Freiversuchsregelung beschlossen. Demnach kann in diesem Wintersemester kein*e Studierende*r durch eine angetretene Prüfung durchfallen. Jede nicht bestandene Leistung wird sofort annulliert und die Prüfung kann im selben Versuch wiederholt werden. Das gilt auch für alle Prüfungsformate und auch für Wiederholungsprüfungen.

Der genaue Antragstext lautet:

Der Senat möge beschließen, dass im Wintersemester 2021/22 einer Studierenden oder
einem Studierenden die Wiederholung von in diesem Semester angemeldeten und nicht
bestandenen Prüfungsleistungen zu gestatten (Freiversuch) ist. Es bedarf keines Antrages.
Die Annullierung des Prüfungsergebnisses und des Prüfungsversuchs erfolgt von Amts
wegen sofern die Prüfung mit „nicht bestanden“ bewertet wurde. Der Studierende kann die
Prüfungsleistung im selben Prüfungsversuch erneut ablegen. Für Master- oder
Masterarbeiten oder wenn eine Prüfungsleistung aufgrund einer Täuschung nicht
bestanden ist, ist die Anwendung der Freiversuchsregelung nicht zulässig.

Verlängerung der Regelstudienzeit

Wie das Sommersemester 2020, das Wintersemester 2020/21 und das Sommersemester 2021 gilt auch das aktuelle Wintersemester 2021/22 offiziell als Pandemiesemester.

 

Der genaue  § 114 a lautet:

(1) Im Rahmen der Bewältigung der COVID-19-Pandemie gilt für Studenten, die im Sommersemester 2020 immatrikuliert und nicht beurlaubt sind, eine von der Regelstudienzeit abweichende, um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit. Auf Antrag des Studenten kann eine bereits von einer Hochschule gewährte pandemiebedingte Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die jeweilige Regelstudienzeit aufgehoben werden. Eine pandemiebedingte Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die Regelstudienzeit kann insoweit nicht zusätzlich geltend gemacht werden. Die Gebührenpflicht gemäß § 12 Absatz 2 Satz 1 und Absatz 4 Satz 2 sowie die Fristen gemäß § 18 Absatz 2 Nummer 7 und § 35 Absatz 4 verschieben sich entsprechend.

(2) Absatz 1 gilt für das Wintersemester 2020/21 entsprechend.

(3) Das Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus kann durch Rechtsverordnung regeln, dass auch für dem Wintersemester 2020/21 folgende Semester, in denen ein regulärer Studienbetrieb pandemiebedingt nicht oder nicht in ausreichendem Maße möglich ist, eine von der Regelstudienzeit abweichende, entsprechend verlängerte individuelle Regelstudienzeit gilt. Vor Erlass der Rechtsverordnung ist diese dem für Wissenschaft zuständigen Ausschuss des Landtages zur Kenntnis zu geben. Satz 1 und 2 treten mit Ablauf des 31. Mais 2022 außer Kraft.

Mehr Infos zu der Regelstudienzeiterhöhung findet ihr bei der Sachsenweiten Studierendenvertretung - die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) - auf ihrer Webseite.